Eine Zeile des Untertitels Der Stollen Höhepunkt des Museumsbesuches ist der Gang in den einzigen, für Besucher noch zugänglichen, Gipsbergwerkstollen der Schweiz. Auch hier wacht über dem Eingang, als Relief dargestellt, die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Ein enger, niedriger Zugangsstollen führt durch die Lockergesteinszone bis zum anstehenden Gipsgestein und dann durch ein weit grösseres Profil mit einigen Seitenangriffen bis zum Ende der eigentlichen Abbauzone. Die ganze Strecke ist heute bergmännisch gesichert und elektrisch ausgeleuchtet. Sehr schön ist die Sedimentstruktur des Gipsgesteins zu sehen, aber auch eindrücklich die heute noch stattfindenden Bewegungen des Berges durch Druck, Wassereinflüsse und der damit ablaufenden Rückvergipsung des, vor allem im hinteren Teil, vorherrschenden Anhydrits. Der Grundwasserspiegel der Wutach, aber auch der ungenügende Gipsgehalt des anstehenden Materials auf ca. 200 m Stollenlänge stoppten den weiteren Vortrieb. Sehr schön zu sehen sind hier die nach einer Sprengung stehengebliebenen halben Bohrlöcher, die aufzeigen, dass der Abbau horizontal sowie auch vertikal erfolgte. Deckenabstürze in ungesicherten Nebenstollen zeigen eindrücklich die Entstehung sogenannter Dolinen. Stollenplan Zugangsstollen