Eine Zeile des Untertitels Geschichtliches Schleitheimer Artikel  (Schleitheimer Täuferbekenntnis) 3 Seiten 21 - 30 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 aber die Christen send gewapnet mit dem harnisch Gottes / mit warheit / gerechtigkeit / fried / glauben / heil / und mit dem wort Gottes. In summa / Was Chistus unser heupt auff uns gesinnet ist / das alles sollen die glieder des leibe Christi durch in gesinnet sein / damit keine spaltung in dem leib sey / dardurch er zerstöret werde / denn ein igliches reich das in im selbs zerteilt ist / wird zerstöret werden. So nun  Chrisus also ist / wie von im geschrieben stehet / so müssen die glieder auch also sein / damit sein leib ganz und einig bleib / zu seiner selbes besserung und erbawung. Zum siebenden / seind wir vereiniget worden von dem eyd /also / Der eyd ist ein befestigung unter denen / die da zancken / oder verheissen / und ist im Gesatz geheissen worden / das er sol geschehen / bey dem namen Gottes / allein war hafftig / und nit falsch. Christus der die vollkommenheit des Gesatzes leret / verbeut den seinen alles schweren / weder reche noch falsch / weder beym Himel / noch bey dem Erdreich / noch bey Jerusalem / noch bey unserm Haupt und das umb der ursach willen / wie er bald hernacher spricht / Dann ir mögen nicht ein haar weis oder schwarz machen. Sehend zu / darumb ist alles schweren verbotten / dan wir mögen nicht / das  in dem schwerenverheissen wirt / erstatten / dieweil wir das aller geringst an uns / nit mögen endern. Nun sind etlich / die dem eynfeltigen gebot Gottes nicht glauben geben / sonder sie sagen unnd fragen also / Ey nun hat Gott dem Abraham geschworen / durch  sich selbs / dieweil er Gott was / (da er im verhies / das er im wol wölt / und wölt sein Gott sein / so er seine gebot hielt ) warumb solt ich dann nicht auch schweren / so ich einem etwas verhies: Antwort / Höre was die Schrifft sagt / Gott da er wolt den erben der verheissung uberschwencklich beweisen / das sein rath nicht wancket / hat er einen Eyde darzwischen gelegt / auff das wir  durch zwey unwanckliche ding ( dardurch es unmöglich ist / das Gott liege) ein starken trost haben. Merck den Verstand dieser geschrifft / Gott hat gewalt zu thun das er dir verbeut / dann es ist im alles müglich. Gott hat dem Abraham geschworen einen eid / sagt die Schrifft / darumb das er beweise / das sein rhat nicht wancket / das ist / Es mocht im niemand seinem willen understahn und hindern / und darumb mocht er den eid halten / Wir aber mögen nichts / wie droben von Christo gesaget ist / das wie den halten oder leisten / darumb sollen wir nichts schweren. Nu sagen etlich weiter also / Es sey nit bey Gott verbotten zu schweren / in dem newen Testament / und doch im alten gebotten / Sonder sey allein bey den Himel / Erdrich / Jerusalem / und bey unserm Haupt verbotten zu schweren. Antwort / höre die Schrifft / Wer da schweret bey dem Himel / der schweret beydem stul Gottes / und bey dem der darauff sizet. Merck / schweren bey dem Himel / ist verbotten / der nu ein stul Gottes ist / wie viel mehr ist verbotten bey Gott selbs? Ir narren und blinden / was ist grösser / der Stul oder der darauff sizet? Noch sagen etlich / wann nu das unrecht ist / wann man Gott zu der warheit braucht / so habe Apostel Petrus und Paulus auch geschworen. Antwort / Petrus und Paulus zeuge allein das / welches von Gott dem Abraham durch den eid verheissen was / und sie selbs verheissen nichts / als die exempel klar anzeigen. Zeugen aber und schweren ist zweierley / Dann so man schweret / so verheisst man erst  künfftig ding / wie dem Abrahe Christus verheissen ist worden / welchen wir lange zeit hernach entpfangen haben. So man aber zeuget / so zeyget man an das gegenwertig / ob es gut oder bös sey / wie der Simeon von Christo zu Maria sprach unnd zeuget / Sihe / dieser wirt gesezt zu einem fall und aufferstehung vieler in Israel / und zu einem zeichen dem widersprochen wirt. Dergleichen hat uns Christus auch gelert / da er sagt / Ewer rede sol sein ja / ja / und nein / nein / dann was uber das ist /  ist von argem. Er sagt / Ewer rede oder wort sol sein ja und nein Das man nit verstahn wölle / das er die meinung zugelassen hab. Christus ist eynfeltig ja und nein / unnd alle die in eynfeltig suchen / werden sein Wort verstahn/ Amen. Liebe Brüder und Schwestern im Herren / das sind die Artickel / die etlich Brüder  bisher irrig / und den waren verstand ungleich verstanden haben / unnd damit viel schwacher gewissen verwirret / dadurch der nam Gottes gar gröslich verlestert ist worden / darumb dann not ist gewesen / das wir vereynigt sind worden im herrn / Gor sey lob und preis / wie dann geschehen ist. Nu / dieweil ir  reichlich verstanden habt / den willen Gottes jez mal durch uns geoffenbart sein / wirt not sein / das ir den erkannten willen  Gottes harriglich / unabgewelzt vollnbringen / Dann ir wisset wl / was dem Knecht zu lohn gehört der da wissentlich sündet. Alles was is unwissentlich gethan und bekannt / haben unrecht gehandelt / das ist euch verzihen durch das gleubig Gebet / welches in uns in der versammlung verbracht ist für unser aller fehle und Schuld / durch die genedige verzeihung Gottes / und durch  das blut Jesu Christi / Amen. Habent acht auff alle die nicht wandlen nach der einfaltikeit Göttlicher warheit / die in diesem brieffe begriffen ist von uns in der versammlung / damit jedermann geregieret werde unter uns / durch die regel des Bans / und furohin verhüt werde dee falschen Brüder und Schwestern zugang unter uns. Sondert ab von euch was bös ist / so wilder Herr ewer Gott sein / und ir wedent seine Sne und Töchter sein. Lieben Brüder seid eingedenck was Paulus seinen Titum vermanet / Er spricht also / Die heilsam gnad Gottes ist erschienenallen / und züchtiget uns /das wir sollen verleugnen das ungöttlich wesen / und die weltlichen lüste / und züchtigt / gerecht / und Gott selig leben in dieser Welt / und warten auff diesebige Hoffnung und erscheinunge der herrligkeit de grossen Gottes / und unsers heilandes Jhesu Christi / der sich selbs für uns gegeben hat / auff das er uns erlöset von aller Ungerechtigkeit / unnd reiniget ihm selbs ein Volck zum eigenthumb / das da eifferig were zu guten Wercken. Das bedencket / unnd seient des geübet / so wird der Herr des friedens mit euch sein. Der nam Gottes sei ewig gebenedeyet und hochgelobet / Amen. Der Herr gebe euch seinen frieden / Amen. Acta Schlatten am Randen auff Matthie / Anno M.D.XXVII.