Eine Zeile des Untertitels Geschichtliches Christian Stamm, Villa Aïda Die Villa Aïda - eine bewegte Geschichte Christian Stamm, der das  Alter in seiner Heimat verbringen wollte, plante in Schleitheim einen grosszügigen Wohnsitz. Von Kairo aus kaufte er im September 1903 von den Erben des verstorbenen Altgemeinderats-Schreibers Adam Wanner dessen Liegenschaft oben in der Gass und von verschiedenen Grundeigentümern einige Pündten hinter dem Haus. Vorgesehen war, das bestehende Haus um ein Stockwerk zu erhöhen und nach Osten zu erweitern. Christian Stamm schloss mit Heinrich Stamm, Baumeister zur Bachwies, einen Werkvertrag. Im April 1906 erfolgte die Bauausschreibung im Amtsblatt. Baubeginn war der 1. Oktober 1906. Bald stellte sich heraus, dass das alte Mauerwerk zu wenig stabil war, weshalb Baumeister Stamm die Pläne ändern musste. Das bestehende Gebäude wurde abgebrochen und als Villa neu erstellt. Trotz geäusserter Bedenken seitens des Baumeisters wurde während der Wintermonate gearbeitet. Im Mai 1907 war der Neubau vollendet, doch es sollten sich schwerwiegende Mängel herausstellen, die langwierige Prozesse zur Folge hatten. Christian Stamm hat nach seiner Rückkehr in die Schweiz nie in der Villa Aïda gewohnt. Er logierte zunächst in Schaffhausen, und als das gleichzeitig mit der "Villa" erstellte Gärtnerhaus in Oberwiesen fertig war, nahm er dort Wohnsitz (heute Wohnhaus von Peter Meier). - 1910 ist die Villa Aïda im Besitz seiner beiden in Kairo wohnhaften - 1915 wurde das markante Gebäude von der Spar- und Leihkasse übernommen. - 1919 ist neuer Eigentümer Arthur Thein, Werkleiter - 1942 erwirbt die Gemeinde das Haus und nutzt es, nach baulichen Veränderungen im Innern, als Verwaltungsgebäude. Diesem Zweck dient es heute noch. Der mit speziellen architektonischen Elementen ausgestatte Bau wurde aus Backsteinen erstellt. Die Sandstein-Einbauten wie  Tür- und Fenstergewände, Säulen bei der Veranda, Gurten und Konsolen usw. wurden nicht in Schleitheimer-Sandstein erstellt, da die Brüche zuvor aufgegeben wurden. Verwendet wurde Rorschacher- und St. Margrether-Sandstein. Bauplan von Architekt Otto Moschlin Foto Gerd Steinweg, Stühlingen